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Der Fortbestand der Gärtnerei ist gesichert

10.01.2019, Neuigkeiten

Die Heimstätten Wil haben eine Absichtserklärung unterschrieben, die Gärtnerei und den dazugehörigen Laden „querbeet“ der Psychiatrie St.Gallen Nord per 1. Januar 2020 zu übernehmen. Das Verkaufsgeschäft „präsent – Dinge zum Mitbringen“ der Heimstätten Wil wird bereits am 1. März 2019 mit dem «querbeet» zusammengeführt.

Die Zukunft der Gärtnerei und des dazugehörigen Ladens «querbeet» der Psychiatrie St.Gallen Nord ist gesichert. Die Heimstätten Wil haben im Oktober eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Gärtnerei sowie den Laden zu übernehmen und in die eigene Arbeit zu integrieren. Obwohl die offizielle Übernahme erst per 1. Januar 2020 erfolgt, werden die beiden Läden schon ab dem 1. März 2019 zusammengelegt und die Gärtnerei in die Arbeit des «Grünen Bereich» der Heimstätten Wil aufgenommen. Der neue, gemeinsame Laden ist ab dem 1. März 2019 am jetzigen Standort des «querbeet» geplant. Das «präsent» wird im Februar, nach dem Valentinstag, umziehen.

Eine Zusammenarbeit zwischen den Heimstätten Wil und der Psychiatrie St.Gallen Nord ist nicht neu. So arbeiten bereits seit längerem Mitarbeitende der Heimstätten Wil mit einer IV-Rente in der Gärtnerei. Sie werden, da es sich um einen externen Einsatz handelt, durch einen Job Coach der Heimstätten Wil begleitet.

Neues Betriebskonzept – neue Angebote

Mit dem neuen Betriebskonzept, das am 18. Dezember 2018 verabschiedet wurde, sind auch einige Verbesserungen geplant. Zwar wird der Floristikbereich aufgrund mangelnder Nachfrage nicht mehr weitergeführt, dafür soll es andere Angebote geben. Sonja von Weissenfluh, Gruppenleiterin Produktion/Verkauf «präsent», sieht einen Mehrwert für beide Seiten: «Mit der Übernahme können wir vom «präsent» ein breiteres, verbessertes Sortiment anbieten. Zudem wird das Sortiment des «querbeet» durch unsere Produkte aufgestockt. Damit können die Gärtnerei und das «querbeet» zukunftsorientiert weitergeführt werden.»

Mit der Übergabe der Gärtnerei an die Heimstätten Wil ist für die Psychiatrie St.Gallen Nord aber auch ein Wermutstropfen verbunden. Aufgrund der neuen Angebotsausrichtung können nicht alle Mitarbeitenden der Gärtnerei durch die Heimstätten Wil übernommen werden. Urs Burgstaller, CEO a.i. der Psychiatrie St.Gallen Nord, bedauert ausserordentlich, dass für insgesamt vier Mitarbeitende keine interne Anschlusslösung gefunden werden konnte. Gemäss Burgstaller kommt bei allen vier Mitarbeitenden der kantonale Rahmenmassnahmenplan für betriebliche Umstrukturierungen zur Anwendung und die betroffenen Mitarbeitenden werden die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Nutzung für arbeitsagogische Zwecke

Die Gärtnerei soll künftig für arbeitsagogische Zwecke genutzt werden: Ziel ist es, mit der Übernahme der Gärtnerei und des Ladens weitere Arbeitsplätze für Mitarbeitende mit IV-Rente anzubieten und das Angebot auszubauen. Die Mitarbeitenden werden weiter nach dem System des «Supported Employment», also mit der Unterstützung eines Job Coach, begleitet. Dadurch soll die Zukunft des «Grünen Bereich» der Heimstätten Wil gesichert sowie Weiterentwicklung und Wachstum ermöglicht werden.

Die Psychiatrie St.Gallen Nord und die Heimstätten Wil sind eng verbunden. Sie teilen sich das Gelände an der Zürcherstrasse 30 und auch der gemeinsame Adventsmarkt hat eine lange Tradition. «Die Schliessung von Gärtnerei und «querbeet» ist somit abgewendet und der Betrieb bleibt sozusagen in der Familie», so Tobias Lindeke, Bereichsleiter Arbeit der Heimstätten Wil.

Kontakte für Rückfragen

Norbert Löhrer, Kommunikationsleiter, Psychiatrie St.Gallen Nord, Tel. 071 913 16 04, norbert.loehrer@psgn.ch

Tobias Lindeke, Bereichsleiter Arbeit, Heimstätten Wil, Tel. 071 913 19 20, tobias.lindeke@heimstaettenwil.ch