Menu
Logo Psychiatrie St.Gallen Nord - Zur Startseite

Hauptinhaltsbereich

«Depressive Väter – unsichtbar und unbehandelt» - Referat am Montag, 29.08. Wil

29.08.2022, Medienmitteilungen

Der Übergang zur Elternschaft ist für Väter eine Risikophase. In dieser Zeit erkranken Männer besonders häufig an einer psychischen Störung wie beispielsweise der Depression oder Sucht. Fabienne Forster, Assistenzpsychologin der Psychiatrie St.Gallen Nord, zeigt in ihrem öffentlichen «Referat am Montag» auf, wie herausfordernd diese spezielle Lebensphase auch für Männer sein kann und welche Strategien zu einem gesunden Start ins gemeinsame Leben führen können. Das Referat findet am 29. August in Wil statt.

Für viele Eltern ist die Geburt eines Kindes ein freudiges Ereignis. Dennoch bedeutet es für ein Paar einen grossen Umbruch im Leben. Mütter und Väter werden in ganz neue Rollen katapultiert, die oft mit Belastungen, Zweifeln und Überforderung verbunden sind. Herausfordernde Erfahrungen und schwierige Emotionen passen nicht ins Vorzeigebild des Familienglücks und werden kaum besprochen, obwohl sie alle Eltern erleben. Die psychische Gesundheit von Eltern ist häufig noch ein blinder Fleck – ganz besonders bei Vätern. Die Forschung zeigt, dass gerade Väter selten nach ihrer psychischen Gesundheit gefragt werden. Sie bekommen weniger Hilfe angeboten, sich in die Vaterrolle einzuleben. Das hat negative Folgen – für die Väter und die ganze Familie.

Vaterschaft als psychische Belastung

Die Auswirkungen der Vaterschaft auf die psychische Gesundheit werden unterschätzt. Zwar erleben die meisten Väter mit der Geburt eines Kindes mehr Lebensfreude und Glück, aber gleichzeitig auch mehr Stress und häufigere psychische Belastungssymptome. Ungefähr jeder zehnte Vater erlebt nach der Geburt seines Kindes eine depressive Episode und rund 16 Prozent aller Väter von Kindern unter fünf Jahren erfüllen die Kriterien für eine Alkoholabhängigkeit. Bleiben psychische Störungen unbehandelt, können sie negative Folgen für die Betroffenen, deren Angehörige und deren Kinder haben.

Väter, ihr dürft Hilfe in Anspruch nehmen

Glücklicherweise können psychische Störungen in der Regel zuverlässig und gut behandelt werden. Eine rasche Verbesserung ist möglich. Je früher Hilfe in Anspruch genommen wird, desto rascher kann diese wirken und desto besser können Verschlechterungen vorgebeugt werden. Das ist die gute Nachricht. Leider zögern aber die meisten Menschen damit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommt, dass im Bereich Schwangerschaft und während der ersten Monate nach der Geburt häufig Mütter im Fokus stehen. Ihre Partner oder Partnerinnen werden hingegen selten einbezogen und noch seltener nach ihrem Befinden gefragt. Wie können Väter Unterstützung bekommen? Wie können Partner und Partnerinnen einbezogen werden? Und was passiert beim Übergang zur Elternschaft eigentlich mit den Vätern? Fabienne Forster gibt in ihrem Referat einen Überblick über häufige psychische Störungen bei Vätern und zeigt, wie man sie erkennt und behandelt. Ausserdem geht sie gerne auf Fragen aus dem Publikum ein.

Einmalige Durchführung, Referat auch online

Das Referat am Montag von Fabienne Forster findet am 29. August 2022 von 19.30 bis 21.00 Uhr in Wil (im Hörsaal, Haus C03 der Psychiatrie St.Gallen Nord) statt. Die Teilnahme ist unentgeltlich und ohne Anmeldung möglich. Das Referat wird aufgezeichnet und steht anschliessend online unter www.psgn.ch zur Verfügung.

«Referat am Montag» – Fokus psychische Gesundheit

Achtmal pro Jahr bietet die Psychiatrie St.Gallen Nord aktuelle Informationen, Erklärungen und Wissenswertes zu psychiatrischen Themen aus erster Hand. Von Fachpersonen für die Öffentlichkeit – für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die «Referate am Montag» finden jeweils von 19.30 - 21.00 Uhr statt – in Wil in der Psychiatrie St.Gallen Nord (Hörsaal, Haus C03). Das nächste Referat «Psychose – wie gehen wir damit um?» von Nicolas Ruzzo, Stationsleiter Pflege, findet am 26. September 2022 in Wil statt. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Website unter www.psgn.ch.

Nähere Infos / Kursprogramm: Edith Scherer und Susanna Rodi-Giger, Angehörigenberatung, Psychiatrie St.Gallen Nord, Tel 058 178 13 00