Menu
Logo Psychiatrie St.Gallen Nord - Zur Startseite

Hauptinhaltsbereich

«Schizophrenie: Mythen und Fakten»

15.05.2017, Medienmitteilungen

Die Schizophrenie gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Wie aber entsteht eine Schizophrenie? Muss ich Stimmen hören oder mich verfolgt fühlen, um schizophren zu sein? Dr. med. Jörg Bitter, Leitender Arzt Stationäre Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie der Kantonalen Psychiatrischen Dienste – Sektor Nord (KPD-SN), erläutert mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung. Der Vortrag findet im Rahmen der öffentlichen Reihe «Referat am Montag» am 22. Mai in St. Gallen und am 29. Mai 2017 in Wil statt.

Schizophrenie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der Patienten zwei Wirklichkeiten erleben: Die reale Welt und eine von Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühlen geprägte Wirklichkeit. Gesunde Menschen können das nicht nachvollziehen und teilen. Etwa jeder hundertste Mensch erlebt im Laufe seines Lebens mindestens eine schizophrene Episode.

Woran erkenne ich, dass ich schizophren erkranke?

Schizophrene Erkrankungen bedeuten für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung und Belastung im alltäglichen Leben. Auch heute noch, trotz deutlich verbesserter Behandlungsmöglichkeiten. Doch woran erkenne ich, dass ich schizophren erkranke?

Keine eindeutigen Ursachen

Die Medizin ist sich noch immer nicht vollständig im Klaren darüber, welche Ursachen eine Schizophrenie auslösen können. Man geht davon aus, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken. Eine schizophrene Psychose verläuft phasenweise und ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.

Zurückhaltende Diagnosen

Schizophrenie wird im Allgemeinen sehr zurückhaltend diagnostiziert. Bei Menschen mit Verdacht auf eine schizophrene Erkrankung müssen die Symptome über einen Zeitraum von mindestens einem Monat beobachtbar sein. Mögliche Symptome in der Akutphase sind Halluzinationen, Wahnerleben, Gedankenausbreitung oder -eingebung und gestörtes Denken. Patienten mit einem solch auffälligen Verhalten werden oft hospitalisiert. Danach ist es wichtig, die Erkrankten über Schizophrenie aufzuklären und sie zu stabilisieren.

Zweimalige Durchführung

Wie immer bei den Referaten am Montag wird der Referent genügend Zeit für Fragen einplanen. Er freut sich auf den Austausch mit dem Publikum. Das Referat dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Es ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Am 22. Mai 2017 findet es in St. Gallen statt (Bahnhofgebäude, Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und am 29. Mai in Wil im Hörsaal Haus C03 der Psychiatrischen Klinik. Es ist keine Anmeldung nötig.

Foto des Referenten Dr. med. Jörg Bitter, Leitender Arzt der KPD-SN

«Referat am Montag» – Fokus psychische Gesundheit

Achtmal pro Jahr bieten die Psychiatrie St.Gallen Nord aktuelle Informationen, Erklärungen und Wissenswertes zu psychiatrischen Themen aus erster Hand. Von Fachpersonen für die Öffentlichkeit – für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die «Referate am Montag» finden jeweils von 19.30 - 21.00 Uhr statt – in St. Gallen im Bahnhofgebäude (Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und in Wil in der Psychiatrischen Klinik (Hörsaal im Mehrzweckgebäude Haus C03). Das nächste Referat «Psychopharmaka – Fluch oder Segen?» von Dr. med. Andreas Fuchs, Oberarzt und Medizinischer Leiter Alters- und Neuropsychiatrie A07 der Psychiatrie St.Gallen Nord , findet nach der Sommerpause am 21. August 2017 in St. Gallen und am 28. August in Wil statt.

Nähere Infos / Kursprogramm: Edith Scherer und Andrea Raschle, Angehörigenberatung, Psychiatrie St.Gallen Nord Wil, Tel 071 913 12 98