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24. Wiler Mittagssymposium

Informationen

Angsterkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen im Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie. Bei einer hohen unbehandelten Dunkelziffer können Angsterkrankungen vielfach ambulant behandelt werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Angsterkrankungen zu den leichteren und einfacher zu behandelnden psychischen Erkrankungen gehören. Für die Betroffenen ist die Erkrankung häufig mit grossem Leid und Stress wie auch einer markanten Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Dies kann sowohl einfache Phobien wie auch Panikstörungen und generalisierte Angsterkrankungen betreffen. Unbehandelt neigen Angsterkrankungen zur Chronifizierung sowie zur Entwicklung weiterer somatischer und v.a. psychischer Erkrankungen, insbesondere zu Depressionen bis zur Suizidalität.

Liegt Angsterkrankung als eine Co-Morbidität, z.B bei Depression, vor und wird sie nicht erkannt und behandelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bei der Behandlung der Depression eine
Therapieresistenz auftritt.

Zentrale Elemente der Therapie der Angsterkrankungen sind die Psychotherapie und die Pharmakotherapie, die in Abhängigkeit der vorliegenden Angsterkrankung, der Ausprägung der Symptomatik, der möglichen Co-Morbiditäten sowie der Individualität des Patienten an erster oder zweiter Stelle eingesetzt oder auch kombiniert werden können. Zudem sind noch weitere – meist ergänzend angewandte – Behandlungsmöglichkeiten wie Entspannungsverfahren, körperliches Training u.a. verfügbar.

Die Schweizerische Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD) hat im Jahr 2011 die ersten Schweizer Behandlungsempfehlungen für Angsterkrankungen publiziert. Diese wurden in den letzten zwei Jahren überarbeitet und werden nun in Kürze publiziert.

Frau Prof. Holsboer-Trachsler hat wesentlich an der Erstellung dieser Behandlungsempfehlungen mitgearbeitet und über viele Jahre als Leiterin des Zentrums für Affektive, Stress- und Schlafstörungen
(ZASS) mit diesen Patienten gearbeitet.

Sie wird in ihrem Vortrag die aktuellen Schweizer Behandlungsempfehlungen vorstellen und insbesondere auf die Neuerungen, die sich seit der ersten Publikation aus dem Jahr 2011 ergeben haben,
eingehen.

Ich würde mich sehr freuen, Sie zu diesem sicher sehr spannenden wie auch praxisrelevanten Vortrag am 24. Wiler Mittagssymposium im Hof zu Wil begrüssen zu dürfen.

PD Dr. med. et phil. Ulrich M. Hemmeter
Chefarzt, Psychiatrie St. Gallen Nord

Covid-19-Regeln

Corona

Die Veranstaltungen der Psychiatrie St.Gallen Nord werden unter Einhaltung der aktuell geltenden COVID-19-Hygiene- und Verhaltensregeln durchgeführt.

Programm

Zeit Programm Referent
11:30 Stehimbiss  
12:10 Begrüssung PD Dr. med. et phil. Ulrich M. Hemmeter, Psychiatrie St.Gallen Nord
12:15 Vortrag «Update Angsterkrankungen – die neuen Schweizer Behandlungsempfehlungen»   Prof.(em.) Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler
13:15 Abschliessende Diskussion PD Dr. med. et phil. Ulrich M. Hemmeter
13:30 Ende der Veranstaltung  

Referentin: Prof.(em.) Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler

Frau Prof. Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Schweizer Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD). Sie hat über viele Jahre das Zentrum für Affektive, Stress- und Schlafstörungen an den universitären psychiatrischen Kliniken Basel geleitet und als Ordinaria für klinische Stress- und Traumaforschung ihr Fachgebiet in der Lehre und Forschung vertreten.

Während ihres langen Wirkens in Basel hat sie vielfach sehr erfolgreich Forschungsprojekte, insbesondere des Schweizer Nationalfonds, durchgeführt, die Resultate vielfach international publiziert und die Schweizer Psychiatrie weltweit auf Tagungen und internationalen Gremien vertreten.

Ab 2009 war sie bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2018 ärztliche Vizedirektorin der Erwachsenenpsychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel.

Sie hat die Schweizer Psychiatrie in den letzten Jahrzehnten massgeblich geprägt, viele der bei ihr aus- und weitergebildeten Mitarbeitenden sind heute in leitenden Positionen an verschiedenen Schweizer Kliniken tätig.

Credits

Credits

Die Veranstaltung ist mit 1.5 Credits der Schweizer Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) zertifiziert.

Anmeldung

Anmeldung

Wir bitten Sie, sich bis spätestens Dienstag, 10. Mai unter diesem Link oder unter veranstaltungen@psgn.ch anzumelden. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Ihre Ansprechpersonen

Ansprechpersonen

Ansprechpersonen zu diesem Thema

PD Dr. med. Dr. phil. Ulrich Michael Hemmeter
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkten Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie sowie Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie

Chefarzt

Dieses Bild zeigt ein Foto von Brigitte Borrer
Brigitte Borrer


Sachbearbeiterin Bildung
Sekretariat Kultur im Pavillon Wil