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Psychopharmakotherapie

Medikamentöse Behandlung psychiatrischer Erkrankungen

Bei psychiatrischen Erkrankungen liegen Stoffwechselstörungen im Gehirn vor, die Aufmerksamkeit, Konzentration, Emotionen oder logische und abstrahierende Gedankengänge beeinträchtigen. Spezifische Medikamente dienen dazu diese Störungen auszugleichen, um wieder im normalen und gesunden Rahmen handlungsfähig zu sein und Emotionen weitgehend kontrolliert einzusetzen.

Worin besteht die Psychopharmakotherapie?

Definition

In der Psychopharmakotherapie erhalten Patienten Medikamente, die auf den Hirnstoffwechsel einwirken. Es ist sehr individuell, wie diese Medikamente aufgenommen oder abgebaut werden und wie sie wirken. Durch unterschiedliche Tests misst man, ob die Medikamente im Blut ankommen und wie sie verstoffwechselt werden. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Wirkung, mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen wichtig. Psychopharmaka haben Nebenwirkungen, die gut bekannt, meist ungefährlich und gut zu kontrollieren sind. Die Einnahme dieser Medikamente wird von den Ärzten überwacht. Der Arzt bespricht alle für die Therapie vorgeschlagenen Medikamente mit den Patienten hinsichtlich der zu erwartenden Wirkung und möglicher Nebenwirkungen. Gemeinsam wird dabei festgelegt, welches der zur Verfügung stehenden Psychopharmaka für die individuelle Therapie ausgewählt wird.

Fokus auf Medikament in flüssiger Ausführung daneben sind Verpackungen erkenntlich, die aber nicht zu zuordnen sind.

Grosse Vielfalt an Medikamenten

Hauptklassen

Alle angewendeten Medikamente sind nach vielen Voruntersuchungen im Rahmen grosser Studien auf ihre Sicherheit geprüft und von der nationalen Behörde für den Einsatz am Patienten zugelassen worden. Es stehen Psychopharmaka mit ganz unterschiedlichem Wirkungsspektrum auf das Gefühlserleben, das Verhalten, Denken und kognitive Funktionen zur Verfügung. Dadurch können die unterschiedlichsten psychiatrischen Erkrankungen mit diesen Substanzen behandelt werden.

Die Hauptklassen sind:

Hauptklassen

Individueller Einsatz

Individueller Einsatz

Innerhalb dieser Klassen stehen wiederum verschiedene Substanzen zur Verfügung. Der Einsatz eines bestimmten Medikaments richtet sich nach der individuellen Problematik, der Verträglichkeit und den möglichen Nebenwirkungen. So setzt man beispielsweise keine Medikamente mit möglicher Gewichtszunahme bei bereits übergewichtigen Patienten ein. Der individuelle Einsatz eines und manchmal mehrerer Psychopharmaka erfordert ein grosses Spezialwissen und eine sorgfältige Überwachung durch den behandelnden Psychiater.

Fachperson

«Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen verbessert die Pharmakotherapie die grundlegenden Funktionen wie etwa die Schlaf-Wach-Regulation oder die Affektregulation stark. Oftmals ermöglicht erst dies eine Psychotherapie und ein weitgehend eigenverantwortliches Leben.»

PD Dr. Dr. Ulrich Michael Hemmeter
Chefarzt Alterspsychiatrie und Mitglied der Geschäftsleitung

Für wen eignet sich die Psychopharmakotherapie?

Patientengruppen

Die Psychopharmakotherapie ist integraler Bestandteil der psychiatrischen Behandlung. Es stehen für die Behandlung aller Krankheitsbilder psychopharmakologische Therapien zur Verfügung. Für viele psychiatrische Erkrankungen liegen internationale und nationale Behandlungsempfehlungen oder Leitlinien vor, die auf dem aktuell verfügbaren Wissen sowie den Meinungen von Expertengremien aufbauen. Behandlungsempfehlungen bestehen etwa bei Depression, bipolaren Störungen, Schizophrenie, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Demenzen, Delir oder Angst- und Zwangserkrankungen. Gibt es keine expliziten Behandlungsempfehlungen, können Psychopharmaka zur symptomatischen Behandlung eingesetzt werden. Dies ist beispielsweise bei begleitenden Schlafstörungen, depressiven Zuständen, Verwirrtheit, Aggression oder Angst der Fall.

Im Einzelfall wird immer geprüft, ob eine Psychopharmakotherapie notwendig und sinnvoll ist. Dazu gehört, Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen abzuwägen und Kontraindikationen zu berücksichtigen. Meist wird bei schwer betroffenen Patienten neben der Psychotherapie und nicht-medikamentöser Therapien auch eine Psychopharmakotherapie durchgeführt.

Wo wird die Psychopharmakotherapie angeboten?

Standorte

Die Psychopharmakotherapie gehört an allen Standorten sowohl im stationären, tagesklinischen und ambulanten Setting zum Angebot.

Kontakt & Anmeldung

Kontakt & Anmeldung

Ansprechpersonen zu diesem Thema

PD Dr. med. Dr. phil. Ulrich Michael Hemmeter

Chefarzt Alters- und Neuropsychiatrie
Leiter Center of Education and Research (COEUR)

Mitglied der Geschäftsleitung

Dieses Bild zeigt ein Foto von Jörg Bitter
Dr. med. Jörg Bitter

Leitender Arzt Stationäre Erwachsenenpsychiatrie Wil

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+41 71 913 11 80

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