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Ergotherapie

Sinnvoll tätig werden und bleiben.

Manchmal sind Menschen durch psychische Erkrankung in ihrer Handlungsfähigkeit beeinträchtigt. Eine Ergotherapie oder auch Aktivierungstherapie kann helfen, diese zurückzugewinnen.

Was ist eine Ergotherapie?

Definition

Psychische Erkrankungen beeinträchtigen auch die Handlungsfähigkeit und können bei Betroffenen zum Verlust ihrer praktischen Fertigkeiten führen. Unter Umständen sind sie nicht mehr in der Lage alltägliche Tätigkeiten wie Einkaufen oder Telefonieren auszuüben. Ergotherapie leitet sich vom griechischen «ergein» für «handeln» oder «tätig sein» ab. Sie stellt das Grundbedürfnis in den Vordergrund, sich als handelnden Menschen zu erleben. Obwohl Ergotherapie die psychischen Störungen nicht beseitigen kann, hat sie sich als Methode in der Psychiatrie bewährt. Mit ihrer Hilfe lassen sich abhanden gekommene Fähigkeiten reaktivieren, neue Möglichkeiten entdecken und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereiten.

Ziele der Ergotherapie

Ziele

Die Ziele der Ergotherapie beziehen sich auf drei Bereiche:

  • Kognitive Funktionen: Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit
  • Sozial-emotionale Kompetenz: Kontakt, Kommunikation, Durchsetzung, Kritikfähigkeit
  • Psychische Grundleistungsfunktionen: Belastbarkeit, Entscheidungsfähigkeit, Selbstvertrauen, Eigen- und Fremdwahrnehmung

Für wen eignet sich eine Ergotherapie?

Patientengruppen

Eine Ergotherapie ist für alle Menschen mit einer psychischen Erkrankung und in fast allen Krankheitsphasen geeignet. Sie richtet sich vor allem an jene, die ihre Handlungs- und Sozialkompetenz erweitern wollen und dabei Unterstützung brauchen. Die Angebote werden in Form einer Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt und orientieren sich immer an der individuellen Situation und den Fähigkeiten der Erkrankten.

Stationäre Ergotherapie

Stationär

Zu Beginn eines stationären Aufenthalts ermöglicht die Ergotherapie den Patienten sich in einer sinnvollen Tätigkeit zu erleben. Die Therapie hilft Antriebslosigkeit und Ängste zu überwinden, sich von der Erkrankung abzulenken und Erfolgserlebnisse zu empfinden. In der Stabilisierungsphase sollen persönliche Fähigkeiten, Stärken und Neigungen kennengelernt, wiederentdeckt und gestärkt werden. Dies ermöglicht es Betroffenen wieder aktiver an verschiedenen Lebensbereichen teilzunehmen.

Ambulante Ergotherapie

Ambulant

Ziel der ambulanten Ergotherapie ist eine möglichst selbständige Gestaltung des Alltags. Zu den Angeboten zählen:

  • Computertraining

    Verbesserung der kognitiven Funktionen inklusive Überprüfung der Leistungsfähigkeit; beispielsweise für Arbeitsversuche oder zur Wiedereingliederung ins Berufsleben.

  • Entspannungstechniken

    Progressive Muskelrelaxation, Atemübungen, Fantasiereisen, Yoga und Autogenes Training zur Stressbewältigung und verbesserten Selbstwahrnehmung

  • Kreatives gestalterisches Arbeiten

    Erweiterung instrumenteller Fähigkeiten und persönlicher Ausdrucksmöglichkeiten als Erfahrung eigener Stärke

  • Expositionstraining

    Vorbereitung, um sich angstbesetzten Situationen wie etwa ÖV-Benutzung oder einkaufen gehen selbst stellen zu können.

  • Alltagstraining

    Kochgruppe, Haushaltsführung, Freizeitgestaltung, Sport und Bewegung

  • Themenzentriertes Ausdrucksmalen

    Bilder malen aus dem Gefühl der Intuition und dem inneren Befinden heraus.

  • Unterstützende Gespräche

    in Krisensituationen und bei Bedarf unter Einbezug weiterer Fachpersonen

Wo wird die Ergotherapie angeboten?

Standorte

Ergotherapeutische Behandlungen werden an allen vier Standorten angeboten.

Kontakt & Anmeldung

Kontakt & Anmeldung

Ansprechpersonen zu diesem Thema

Dieses Bild zeigt ein Foto von Gudrun Ecker
Gudrun Ecker

Ergotherapie

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Anja Häusser

Ergotherapie Ambulatorium Wil
Erwachsenenpsychiatrie

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