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«Psychiatrie heute: Chancen und Grenzen»

03.04.2017, Medienmitteilungen

Die Psychiatrische Klinik Wil blickt auf eine 125-jährige Geschichte zurück. PD Dr. med. Thomas Maier, Chefarzt Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie der Kantonalen Psychiatrischen Dienste – Sektor Nord (KPD-SN) - heute Psychiatrie St.Gallen Nord, schildert anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Epochen den Wandel der Institution und zeigt die Entwicklungslinien bis zur modernen Psychiatrie auf. Der Vortrag findet im Rahmen der öffentlichen Reihe «Referat am Montag» am 10. April in St. Gallen und am 24. April 2017 in Wil statt.

Im Jahr 1892 wurde das «Asyl Wil» eröffnet und damit der Grundstein für die erste psychiatrische Institution im Raum Wil gelegt. Damals wurden körperlich und psychisch kranke, pflegebedürftige Menschen im Asyl untergebracht. Die Medizin war noch kaum in der Lage, diesen oft schwer kranken Menschen wirksam zu helfen, weshalb viele Patienten entweder bald verstarben oder aber für lange Zeit im Asyl interniert blieben. Es fehlten sowohl wirksame Medikamente wie auch psychotherapeutische Verfahren.

Neue Medikamente und verbesserte Therapien

Ein durchgreifender Wandel stellte sich erst ab 1950 ein, als wirksame Medikamente aufkamen und bessere Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten eine deutliche Verkürzung der Aufenthaltsdauer ermöglichten. Immer mehr Patienten konnten erfolgreich behandelt und im Alltag reintegriert werden. Die Bettenzahl nahm stetig ab. Heute wird nur noch ein kleiner Teil der psychisch kranken Menschen stationär in der Klinik behandelt, die grosse Mehrheit profitiert von ambulanten oder tagesklinischen Therapien.

Psychotherapie – wichtigstes Instrument der modernen Psychiatrie

Die Psychotherapie in unterschiedlichsten Formen ist das wichtigste Instrument der heutigen Psychiatrie. Die häufigsten Krankheitsbilder wie Depression, Angststörungen, Traumafolgestörungen und Suchterkrankungen werden vorwiegend psychotherapeutisch behandelt. Anhand von Fallbeispielen aus 125 Jahren zeigt Thomas Maier auf, dass sich zwar die Methoden grundlegend geändert haben, die Schicksale der Menschen dahinter aber erstaunlich gleich geblieben sind.

Zweimalige Durchführung

Wie immer bei den Referaten am Montag wird der Referent genügend Zeit für Fragen einplanen. Er freut sich auf den Austausch mit dem Publikum. Das Referat dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Es ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Am 10. April 2017 findet es in St. Gallen statt (Bahnhofgebäude, Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und am 24. April in Wil im Hörsaal Haus C03 der Psychiatrischen Klinik. Es ist keine Anmeldung nötig.

«Referat am Montag» – Fokus psychische Gesundheit

Achtmal pro Jahr bietet die Psychiatrie St.Gallen Nord aktuelle Informationen, Erklärungen und Wissenswertes zu psychiatrischen Themen aus erster Hand. Von Fachpersonen für die Öffentlichkeit – für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die «Referate am Montag» finden jeweils von 19.30 - 21.00 Uhr statt – in St. Gallen im Bahnhofgebäude (Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und in Wil in der Psychiatrischen Klinik (Hörsaal im Mehrzweckgebäude Haus C03). Das nächste Referat «Schizophrenie: Mythen und Fakten» von Jörg Bitter, Leitender Arzt Stationäre Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie der KPD-SN, findet am 22. Mai 2017 in St. Gallen und am 29. Mai in Wil statt.

Nähere Infos/Kursprogramm: Edith Scherer und Andrea Raschle, Angehörigenberatung, Psychiatrie St.Gallen Nord Wil, Tel +41 71 913 12 98