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Unverändert hohe Nachfrage psychiatrischer Leistungen

Geschäftsbericht 2020

 

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Psychiatrie St.Gallen Nord berichten im online publizierten Geschäftsbericht von einem erfreulichen Geschäftsjahr 2020 mit wichtigen Errungenschaften. CEO Niklaus Baumgartner erklärt, was ihn zuversichtlich stimmt:

 

 

«Zuversichtlich stimmen mich insbesondere die unverändert grosse Nachfrage nach ambulanten Angeboten und das sehr gute finanzielle Ergebnis.»

Psychiatrische Leistungen sind coronabedingt mehr gefragt denn je – gilt das auch für die PSGN?

Rund 7’500 psychisch belastete Menschen wurden im Jahr 2020 bei der PSGN in Wil, St.Gallen, Rorschach und Wattwil ambulant, tagesklinisch, stationär oder mobil (zuhause) behandelt. Damit ist die Nachfrage nach psychiatrischen Behandlungen unverändert hoch bzw. leicht gestiegen. Dank des grossen Einsatzes unserer Mitarbeitenden erfüllten wir erneut unseren Auftrag, die psychische Gesundheit der Patienten und Bewohner und damit deren Lebensqualität zu verbessern.

Wie hat die PSGN die Coronapandemie gemeistert?

Unser Krisenmanagement Coronavirus war sehr effizient und erfolgreich. Die Leistungen der PSGN konnten während der gesamten Pandemie fast vollumfänglich angeboten werden. Einzig die tagesklinischen Behandlungen mussten während des ersten Lockdowns geschlossen werden. Zudem durften die ambulanten Behandlungen in dieser Zeit nicht mehr vor Ort stattfinden, sondern wurden telefonisch oder virtuell (Telemedizin) fortgeführt. Trotz vereinzelter Ansteckungen von Mitarbeitenden, Patienten und Bewohnenden konnte eine weitere Ausbreitung des Coronavirus innerhalb des Unternehmens verhindert werden. Dies vor allem aufgrund des umsichtigen und schnellen Handelns des Krisenstabs und der Mitarbeitenden.

Wie war die Bettenbelegung im Jahr 2020 und wie die ambulanten Leistungen?

Die stationäre Bettenbelegung war im Jahr 2020 mit 97,8% auf einem sehr hohen Wert, die durchschnittliche stationäre Aufenthaltsdauer ist von 37,6 auf erfreuliche 36,3 Tage gesunken. In den Tageskliniken beliefen sich die Behandlungstage aufgrund der Schliessung während des ersten Lockdowns unter dem Wert des Vorjahrs. Die Bewohnertage im Spezialwohnheim Eggfeld stiegen im Vergleich zum Vorjahr und führten zu einer maximalen Bettenbelegung. Die ambulanten Angebote erfuhren einen Anstieg. Dem Trend ambulant-vor-stationär wurden wir im Jahr 2020 erneut gerecht. Wir konnten unsere ambulanten Leistungen deutlich steigern, was zum einen auf die gut etablierten Spezialangebote zurückzuführen ist und zum anderen auf die coronabedingt zunehmend grösseren psychischen Belastungen der Bevölkerung.

Sie haben eingangs das sehr erfreuliche Finanzergebnis erwähnt. Wie ist dieses Ergebnis zustande gekommen?

Dafür sind verschiedene Gründe massgebend. Eine finanzielle Entlastung ergab sich durch die Übergabe der Gärtnerei und des Ladens an die Stiftung Heimstätten Wil per 1. Januar 2020. Zum gleichen Zeitpunkt erteilte das Amt für Soziales dem Spezialwohnheim Eggfeld die provisorische Betriebsbewilligung für 50 Plätze. Damit verbunden sind höhere Entschädigungen bei Bewohnenden mit einer psychischen Beeinträchtigung. Weiter konnten längere Belastungserprobungen – aufgrund von COVID-19 – nur sehr zurückhaltend gewährt werden. Daraus resultierten zwar Zusatzbelastungen für das Personal, jedoch konnten auch wesentliche Mehrerträge generiert werden.

Welche wichtigen Errungenschaften kann die PSGN zudem verzeichnen?

Besonders erwähnen möchte ich die erfolgreichen Tarifverhandlungen, die neuen Angebote «Sport- und Bewegungstherapie» in Wil, die komplementärmedizinische Sprechstunde sowie die beiden psychotherapeutischen Gruppenangebote «Depression» und «Angstbewältigung» in St.Gallen, die Betriebsbewilligung des Spezialwohnheims Eggfeld als Einrichtung für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung und das neue Geschäftsleitungsmitglied, Esther Linka, Leiterin «Pflege, Therapien und Soziale Arbeit». Dies sind bedeutungsvolle und zukunftsweisende Errungenschaften im Jahr 2020.

Vielen Dank, Niklaus Baumgartner, für dieses Interview.

Geschäftsbericht 2020 – Vollversion nur digital und Kurzbericht als Flyer erhältlich

Der neu veröffentlichte Geschäftsbericht 2020 der Psychiatrie St.Gallen Nord, mit Texten zur Entwicklung in den einzelnen Fachbereichen, mit Patienten- und Personalstatistiken und detaillierter Betriebsrechnung, liegt als Vollversion (digital als PDF) und als kompakter Kurzbericht (Flyer) vor.

Bestellungen bitte direkt an: info@psgn.ch oder 058 178 16 12.

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Dieses Bild zeigt ein Foto von Marion Grunauer
Marion Grunauer
Marketingplanerin FA, Online- und PR-Redakteurin

Stv. Leiterin Kommunikation