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Geistige Beeinträchtigung

Behinderung und psychische Störung

Bei Menschen mit Behinderung müssen psychische Störungen früh erkannt und behandelt werden, um eine Hospitalisierung zu verhindern. Das gelingt am besten, wenn Bezugspersonen und die Lebenssituation der Patienten einbezogen werden.

Behinderungen müssen keine Verhinderungen sein

Erläuterung

Wie alle Menschen können auch Menschen mit Behinderung an einer psychischen Störung erkranken. Die Art der Erkrankung ist dabei grundsätzlich dieselbe. Unser psychiatrisches Angebot wird dem Bedarf von Menschen mit Behinderung gerecht. Die psychiatrische Begleitung ermöglicht, das veränderte Verhalten einer psychischen Störung zuzuordnen. Jedoch müssen die Untersuchung und Behandlung stärker an die Lebenssituation der Patienten angepasst werden, denn Veränderungen beeinflussen die psychische Störung stark. Frühe Anzeichen werden oft nur in der vertrauten Umgebung der Patienten beobachtet. Entsprechend wichtig ist die Zusammenarbeit mit Bezugspersonen, Angehörigen, Betreuungseinrichtungen und anderen Fachärzten.

Wie machen sich psychische Störungen bemerkbar

Symptome

Psychische Störungen sind vielgestaltig und betreffen das Denken und die Gefühle. Das trifft besonders auf Menschen mit Behinderung zu. Bei ihnen zeigen sich Erkrankungen oft in anderer Weise:

  • Veränderungen im Denken und der Gefühle drücken sich oft missverständlich aus.
  • Aggressives Verhalten kann auch Angst oder körperlichen Schmerz ausdrücken.
  • Zwischenmenschliche Beziehungen leiden und können die psychische Störung verstärken.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Diagnose

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Psychiatrie und Betreuungseinrichtungen ist die Schwellenangst vermindert. Patienten kommen frühzeitig in psychiatrische Betreuung, was die Diagnose und Behandlung erleichtert. Wichtigstes Instrument der psychiatrischen Untersuchung ist das Gespräch und die Beobachtung in therapeutischen Beziehungen. Hilfsmittel sind dabei Fragebögen und strukturierte Interviews. Durch körperliche Untersuchungen und die Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten werden körperliche Ursachen psychischer Störungen abgeklärt.

Fachperson

«Unser Beitrag ist Teil einer Teamarbeit mit dem Ziel, den Patienten in ihrer vertrauten Umgebung soviel Selbstbestimmung wie möglich und Abhängigkeiten wie notwendig zu ermöglichen.»

Stefan Telser
Leiter Ambulante Erwachsenenpsychiatrie Rorschach

Wie erfolgt die Behandlung?

Therapien

Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den betreuenden Fachpersonen und der Familie. Ziel ist dabei, dass die Patienten in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Abhängig von der Art der Störung, gibt es unterschiedliche Behandlungsstrategien:

  • Persönliches Gespräch und Beratung – einzeln und in Begleitung von Vertrauenspersonen
  • Beratung und Fallbesprechung mit Betreuungsteams am runden Tisch: Problemfelder erarbeiten, Konsequenzen für Tagesroutine und die sozialen Kontakte, Ressourcen und Überforderung von Patienten und Betreuenden sowie förderliche Beziehungen und Tagesstrukturen
  • Geplante Aktivitäts- und Ruhezeiten, individuelle Tagesplanung und gezielter Einsatz von Tageslichtlampen
  • Vorrangige Behandlung körperlicher Erkrankungen
  • Entspannungsverfahren
  • Information
  • Hospitalisierung, wenn die Behandlung am Wohnort nicht mehr möglich ist

    • Wenn eine akute Gefahr für die Gesundheit und das Leben entsteht
    • Wenn eine körperliche Krankheit und eine psychische Störung gemeinsam bestehen. Beispielsweise bei Alkoholabhängigkeit, neu aufgetretenen oder häufigen epileptischen Anfällen, neurodegenerative Erkrankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörung.
  • Ergänzende Behandlung mit Medikamenten

    • Bei gesteigerter innerer Aktivierung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Bewegungsunruhe
    • Bei starker Angst bis Todesangst aus oft nicht erkennbarem Grund
    • Bei gerichteter Angst und starker Vermeidung von Situationen und Menschen
    • Bei Ein- und Durchschlafstörungen
    • Bei Albträumen
    • Bei Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, fehlendem Antrieb und Aggression
    • Bei belastenden Zwängen wie hautschädigendem Reinigen der Hände
    • Bei starken Gefühlsschwankungen, häufigen Beziehungskonflikten und impulsiver Selbstschädigung
    • Bei starkem Misstrauen, der felsenfesten Überzeugung von Bedrohungen und behindernder Angst, die für das Umfeld nicht verständlich sind
    • Nach schweren Traumata mit nachfolgenden psychischen Störungen
    • Bei Nachlassen alltagspraktischer Fähigkeiten und Gedächtnisstörungen

Wo werden Menschen mit Behinderung behandelt?

Standorte

Kontakt & Anmeldung

Kontakt & Anmeldung

Ansprechpersonen zu diesem Thema

Dieses Bild zeigt ein Foto von Stefan Telser
Dr. med. Stefan Telser

Oberarzt, Leiter Ambulante Erwachsenenpsychiatrie Rorschach
Leiter Ambulatorium Rorschach
Leiter Konsiliar- und Liaisondienst Rorschach

Zentrale Anmeldung und Information ZAI:
+41 71 913 11 80

  • Informationen und Beratung zu therapeutischen Angeboten der Psychiatrie St.Gallen Nord
  • Anmeldungen für stationäre Behandlungen
  • Anmeldungen für Krisenambulatorium Wil

Öffnungszeiten ZAI

  • rund um die Uhr besetzt
  • werktags 8.00 - 17.00 Uhr, davor und danach diensthabender Arzt

Psychiatrie St.Gallen Nord

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9500 Wil

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