Menu
Logo Psychiatrie St.Gallen Nord - Zur Startseite

Hauptinhaltsbereich

Demenz

Wenn das Gedächtnis nachlässt.

Bei einer Demenz lassen das Gedächtnis und andere kognitive Fähigkeiten nach. Die Folge ist eine dauerhafte Einschränkung der Alltagsbewältigung, die früher kein Problem bereitete.

Was sind Demenzen?

Erläuterung

Demenzen entstehen einerseits durch den fortschreitenden Abbau von Nervenzellen (degenerative Demenzen) und andererseits durch Durchblutungsstörungen (vaskuläre Demenzen). Andere körperliche Störungen wie etwa Stoffwechselstörungen (Schilddrüse) oder Entzündungen können dasselbe Krankheitsbild wie Demenzen hervorrufen (sekundäre Demenzen). Sind die Ursache erkannt, können Demenzen oftmals gut behandelt werden.

Die wichtigsten Demenzerkrankungen

  • Neurodegenerative Demenzen

    • Alzheimer Demenz
    • Lewy Körper Demenz
    • Demenz bei Morbus Parkinson
    • Frontotemporale Demenzen (semantische Demenz, prim- progressive Aphasie, M. Pick)
  • Vaskuläre Demenzen

    Nach Schlaganfällen, Ischämien oder Blutungen

  • Sekundäre Demenzen

    Bei Hydrocephalus, kardiovaskulären Störungen, endokrinen Störungen u.a.

Welche Symptome sind typisch für Demenzen?

Symptome
  • Gedächtnisprobleme
  • Sprachveränderung, gestörtes Planen und Durchführen alltäglicher Dinge, Probleme mit dem Erkennen von Gegenständen, Personen oder Orten
  • Veränderungen von Persönlichkeit und Stimmung
  • Vernachlässigung des äusseren Erscheinungsbildes
  • Sozialer Rückzug

Im Frühstadium äussert sich eine Demenz oft durch Gedächtnisstörungen. Betroffene verlegen häufig Dinge wie den Hausschlüssel, lassen wiederholt ihren Schirm liegen oder vergessen beim Rausgehen eine Jacke anzuziehen. Der Umgang mit neuen Apparaten, wie etwa einem Telefon oder einer TV-Bedienung, wird zunehmend schwierig. Ein schlechter Zahnstatus und mangelnde Hygiene können ebenfalls Zeichen für eine beginnende Demenz sein. Zudem haben Menschen mit Demenz oft Orientierungsschwierigkeiten und finden beispielsweise beim Hausarzt das Wartezimmer nicht mehr, nachdem sie auf dem WC waren. Oft wiederholen sie Fragen und bekunden Mühe, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Ihnen entfallen Wörter oder sie verwenden diese im falschen Zusammenhang.

Unangemessen heiteres oder distanzloses Verhalten mit einem sprunghaften, nicht logischen Gedankengang kann auf eine Demenz hinweisen. Auch Depressionen können mit einer Demenz zusammenhängen oder diese zu Beginn überlagern. Bei schwerer betroffenen Patienten können Persönlichkeitsveränderungen, aggressives oder auch misstrauisches Verhalten, Wahn und Halluzinationen sowie Schlafstörungen bis zur Tag/Nacht-Umkehr auftreten. Diese Patienten bedürfen ständiger Pflege.

Wie wird Demenz diagnostiziert?

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus dem Verhalten des Patienten. Hier sind insbesondere Angaben durch die Angehörigen sowie betreuende Personen wichtig. Mit spezifischen Tests und Fragebögen werden die Alltagsfunktionalität und kognitive Leistungsfähigkeit erfasst. Bei leichter bis mittelschwerer Demenz werden spezielle neuropsychologische Tests in der Memory Klinik durchgeführt, die deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer Demenz und deren Ursachen geben. Zudem müssen ein bildgebendes Verfahren (CT oder MRI) sowie Blutuntersuchungen zur Erfassung sekundärer Demenzen durchgeführt werden. Ist die Diagnose noch immer unklar, können weitere spezifische Untersuchungen in der Memory Clinic durchgeführt werden.

Memory Clinic

Fachperson

«Das möglichst frühe Erkennen und Behandeln von Demenzen führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und der betreuenden Angehörigen.»

Dr. Stephan Goppel
Leitender Arzt Neuropsychiatrie Station A11 sowie Memory Clinic

Wie wird die Diagnose behandelt?

Therapie

Begleittherapien:

  • Chronobiologische Therapien, chronobiologisches Verhaltensmanagement, Lichttherapie, Schlafregulation, Schlafphasenverschiebung, Schlafhygiene
  • Aromatherapie
  • Musik- und Tanztherapie
  • Reminiszenztherapie – biographische Ansätze
  • Validation

Wo wird die Demenz behandelt?

Standorte

Beginnende Demenzen werden zur Sicherung der Diagnose ambulant in der Memory Clinic in Wil oder St. Gallen abgeklärt. In seltenen Fällen werden Patienten wegen anderer Beschwerden wie depressiven Symptomen, Angststörungen oder wahnhaften Störungen stationär aufgenommen und bei begründetem Verdacht auf Demenz entsprechend abgeklärt.

Die Begleitung von Patienten mit leichter Demenz erfolgt meist ambulant an den Standorten Wil und St. Gallen, in Einzelfällen auch in Rorschach und Wattwil. Sehr häufig wird die ambulante Behandlung der Patienten gemeinsam mit deren meist langjährigen Hausärzten durchgeführt. In Wil stehen zudem auch Tagesklinikplätze zur Verfügung.

Die Behandlung mittelschwerer und schwerer Demenzen erfolgt auf der Spezialstation für die Behandlung neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Demenzen und Delir in Wil. Dort werden Patienten aufgrund der für die Bezugspersonen belastenden Verhaltensstörungen, psychischen Symptomen oder intensiver Pflegebedürftigkeit aufgenommen.

Kontakt & Anmeldung

Kontakt & Anmeldung

Ansprechpersonen zu diesem Thema

PD Dr. med. Dr. phil. Ulrich Michael Hemmeter

Chefarzt Alters- und Neuropsychiatrie
Leiter Center of Education and Research (COEUR)

Mitglied der Geschäftsleitung

Loretta Giacopuzzi-Schätti

Leiterin Pflege Akutpsychiatrie und Forensik
Leiterin Pflege Alters- und Neuropsychiatrie
Leiterin Pflege Center of Education and Research (COEUR)
Leiterin Pflege Spezialwohnheim Eggfeld

Mitglied der Geschäftsleitung

Zentrale Anmeldung und Information ZAI:
+41 71 913 11 80

  • Informationen und Beratung zu therapeutischen Angeboten der Psychiatrie St.Gallen Nord
  • Anmeldungen für stationäre Behandlungen
  • Anmeldungen für Krisenambulatorium Wil

Öffnungszeiten ZAI

  • rund um die Uhr besetzt
  • werktags 8.00 - 17.00 Uhr, davor und danach diensthabender Arzt

Psychiatrie St.Gallen Nord

Zürcherstrasse 30
9500 Wil

Tel. +41 71 913 11 80, Fax +41 71 913 11 53
anmeldung@psgn.ch