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Schlafstörungen

Guter Schlaf ist viel wert.

Ein- und Durchschlafstörungen, morgens nicht erholt erwachen und ständige Schläfrigkeit bestehen bei vielen Betroffenen über Jahre. Die Beschäftigung mit dem Thema und Selbstbehandlungsversuche werden oft als quälend erlebt.

Wissenswertes zum Schlaf

Schlaf

Im Normalfall holt sich der Körper ohne unsere bewusste Kontrolle den nötigen Schlaf. Er sorgt für eine ausreichende Schlafdauer und das richtige Timing. In unserer Gesellschaft schenken wir Schläfrigkeit zu unerwünschten Zeiten nur wenig Aufmerksamkeit. Auch nehmen wir Schlafmangel oder qualitativ schlechten Schlaf oft nicht als Ursache für Beschwerden in Beruf und Freizeit wahr.

  • Das Erzwingen von Schlaf ist kontraproduktiv. Es trainiert das Wachbleiben.
  • Schlaf kommt von alleine.
  • Ob wir Früh- oder Spätaufsteher sind und wie lange wir schlafen, gehört zu uns, wie unsere Augenfarbe.
  • Schlafstörungen und die Qualität des Schlafs nehmen wir oft nicht direkt wahr.
  • Sekundenschlaf am Lenkrad kommt oft unerwartet und in vertrauter Umgebung vor. Kurz vor dem Ziel entspannt sich der Lenker erleichtert: «Jetzt habe ich es gleich geschafft!»

Was sind Schlafstörungen?

Erläuterung

Schlafstörung ist ein Sammelbegriff für Störungen des Schlafens, des Wachseins und der inneren Uhr. Oft werden manche Störungen erst zur Qual, wenn wir über längere Zeit aktiv versuchen Schlaf- oder Wachzeiten zu erzwingen.

Was kann zu Schlafstörungen führen?

Gründe

Bei Betroffenen ist der Schlaf verkürzt oder verändert durch:

  • Atemstörungen
  • regelmässig auftretende Bein- oder Armbewegungen
  • Essen im Schlaf
  • Schlafwandeln
  • Nachtängste
  • Alkohol und Medikamente
  • Schlafgewohnheiten
  • Schmerzen und Erkrankungen

Welche Symptome sind typisch für Schlafstörungen?

Symptome

Schlafmangel oder qualitativ schlechter Schlaf können diverse Symptome aufweisen:

  • Schläfrigkeit
  • erhöhte Einschlafneigung in Wachzeiten
  • Fehlleistungen bzw. verminderte Kontrolle über
    - Emotionen
    - Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis
    - Planung und zielgerichtetes Handeln
    - Prioritäten und Erfolgskontrolle setzen
  • Schläfrigkeit zur unerwünschten Zeit
  • Müdigkeit im Sinne von «Schläfrigkeit ohne Einschlafneigung»
  • quälende Beschäftigung mit dem Thema
  • Gefühle von Ohnmacht gegenüber der Schlafstörung
  • Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sind beeinträchtigt
  • Antriebslosigkeit
  • Schlechte Stimmung am Tag
  • Bedarf an Schlafmedikamenten

Versuchen «Schlechtschläfer» angestrengt früher einzuschlafen und besser durchzuschlafen, erleben sie am Tag meist Müdigkeit ohne Einschlafneigung. Ein Schlafmangel zeigt sich dann indirekt mit Beschwerden und Fehlleistungen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Diagnose

Das wichtigste Instrument für die Diagnosestellung ist das ausführliche Gespräch (Anamnese). Zwei Drittel der Diagnosen, die in einer Schlafambulanz gestellt wurden, betreffen Schlafstörungen ohne körperliche Ursache. Am häufigsten ist die sogenannte «primäre Insomnie». Bei dieser besteht ein Schlafmangel durch zu kurze Schlafdauer ohne eine Grunderkrankung. Um körperliche Funktionen im Schlaf direkt zu beobachten, ist die Hilfe eines diagnostischen Apparates nötig. Das eigene Gefühl für die Schlafqualität und Schläfrigkeit kann oft täuschen. Die apparative Untersuchung hilft zudem bei der Abgrenzung von einer der 100 bekannten schlafbezogenen Diagnosen.

Fachperson

«Ein Erfolg in der Behandlung von Schlafstörungen ist erreicht, wenn die Patienten mit ihrem Schlaf und der Schlafqualität zufrieden sind. Den Schlaf zu perfektionieren ist kein Therapieziel.»

Dr. med. Stefan Telser
Oberarzt sowie Leiter ambulante Erwachsenenpsychiatrie Rorschach

Wie werden Schlafstörungen behandelt?

Therapien
  • Schlafqualität und Schlafdauer können durch eine körperliche Erkrankung reduziert sein. In diesem Fall wird die Erkrankung vorrangig in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen behandelt.
  • Psychisch verursachte Schlafstörungen werden mit psychotherapeutischen Therapieverfahren behandelt. Diese sind individuell auf die Schlafstörung und den Betroffenen zugeschnitten. Angeboten werden Einzel- und Gruppentherapien:
    - Wissen über Schlafstrategien, gesunden und gestörten Schlaf vermitteln
    - autosuggestive Entspannungsverfahren üben
    - Strategien gegen schlafverhinderndes und konditioniertes Schlafverhalten (langjährig eingeübt und automatisiert)
    - Traumberichte verwenden und belastende Träume mit psychotherapeutischen Methoden behandeln
  • Licht und andere Zeitgeber gezielt anwenden, um die innere Uhr zu stellen
  • Bettzeit und Aufstehzeitpunkt definieren. Dabei werden die innere Uhr sowie individuelle Tagesaktivitäten berücksichtigt.
  • Schlaf- und Ruhezeitpläne erarbeiten (Siesta, Leonardo da Vinci Schlaf/Wach-Regime).
  • pflanzliche Präparate und Medikamente:
    - Sie erleichtern das Einschlafen am Beginn der Bettzeit und nach Wachzeiten.
    - Geeignete Medikamente vermeiden eine Abhängigkeitsentwicklung.
    - Eine veränderte oder gezielte Medikation beeinflusst den Schlaf direkt bei Albträumen, Schlafwandeln, Nachtängsten, Schlaflähmung und Verhaltensstörungen im Schlaf.

Wo werden Schlafstörungen behandelt?

Standorte

Schlafstörungen behandeln wir an allen vier Standorten.

Kontakt & Anmeldung

Kontakt & Anmeldung

Ansprechpersonen zu diesem Thema

Dieses Bild zeigt ein Foto von Stefan Telser
Dr. med. Stefan Telser

Oberarzt, Leiter Ambulante Erwachsenenpsychiatrie Rorschach
Leiter Ambulatorium Rorschach
Leiter Konsiliar- und Liaisondienst Rorschach

Dieses Bild zeigt ein Foto von Enrico Rusconi
Enrico Rusconi

Pflegefachmann, Ambulatorium Rorschach

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