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Coronavirus

Angebote weiterhin verfügbar und zugänglich

Die Massnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus stellen auch die Psychiatrie vor grosse Herausforderungen. Wie können psychisch kranke Menschen und das Behandlungspersonal vor einer Ansteckung geschützt werden? Wie kann sichergestellt werden, dass keine Patientin oder kein Patient mit Coronavirus in die Klinik eintritt? Zugleich stellt die gegenwärtige Lage mit grossen Einschränkungen des öffentlichen und sozialen Lebens für viele Menschen eine Belastung dar. Angst und Verunsicherung, soziale Isolation und eine Einschränkung der persönlichen Kontakte können zu Krisen führen.

Die Psychiatrie St.Gallen Nord hat verschiedene Massnahmen getroffen, um die Verbreitung des Virus zu unterbinden und sowohl Patienten als auch Personal vor einer Ansteckung zu schützen.

Der Bundesrat hat am Freitag, 17. April 2020 die Massnahmen zum Schutz vor der Coronavirus-Pandemie per 27. April gelockert. Als Folge der Auflockerung hat der Krisenstab der PSGN entschieden, die aktuell reduzierten Angebote schrittweise wieder zur Verfügung zu stellen – daher gilt:

  • Für die Klinik und das Spezialwohnheim Eggfeld in Wil sowie für die Krisenintervention in St.Gallen gilt ein Besuchsverbot. Gemäss Weisung des Gesundheitsdepartements des Kantons St.Gallen wird das seit dem 14. März gültige Besuchsverbot in Spitälern und Kliniken bis zum 8. Juni 2020 verlängert.
  • Alle ambulanten und tagesklinischen Patienten sowie Lieferanten und andere externe Personen werden beim Eingang auf verdächtige Symptome und erhöhte Temperatur getestet.
  • Tagesklinische Behandlungen stehen in reduziertem Umfang zur Verfügung. Patienten werden in Kleingruppen behandelt – unter konsequenter Einhaltung der staatlich verordneten Schutzmassnahmen (Abstandsregelung, Mundschutz, etc.). Die Gruppengrösse richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten.
  • Patienten mit Risikofaktoren und über 60 Jahre sind von der Teilnahme am tagesklinischen Setting vorerst ausgeschlossen.
  • Ambulante Behandlungen im Einzelsetting sind unter Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen (Hygiene, Distanz) wieder möglich. Oder alternativ, wie bisher, per Telefon oder Videokonferenz. 
  • Die Angehörigenberatung bietet telefonische Unterstützung für Angehörige.
  • Das Seelsorgeteam ist auch in dieser besonderen Situation für Patienten und Angehörige da.
  • Alle Stationen der Psychiatrie St.Gallen Nord in Wil, die Krisenintervention am Standort St.Gallen und die Ambulatorien in Wil, St.Gallen, Wattwil und Rorschach nehmen weiterhin Patienten auf und führen Behandlungen durch.
  • Zuweisungen sind jederzeit möglich.

Herzlichen Dank für die Kenntnisnahme,
Niklaus Baumgartner, CEO und PD Dr. Thomas Maier, Chefarzt Erwachsenenpsychiatrie
Krisenstab Coronavirus Psychiatrie St.Gallen Nord

BAG-Information: 10 Schritte für psychische Gesundheit (pdf), 29.4.2020

Unsere Angebote während der Corona-Pandemie

Konkret: Angebote Corona
  • Ambulante gruppentherapeutische Angebote

    Ambulante gruppentherapeutische Angebote sind möglich, sofern die Abstands- und Hygienemassnahmen eingehalten werden können. Die Gruppengrösse richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten: Die Gruppe kann so gross sein, wie es die Raumgrösse zulässt. Der vorgegebene Hygiene-Abstand (2 m) wird ständig eingehalten. Die Teilnahme von Patienten mit Risikofaktoren ist dann möglich, wenn der Patient und der Behandler eine Risikoabwägung getroffen haben und das Risiko medizinisch vertretbar ist. Die entsprechenden Abklärungen und die Information der betreffenden Patienten erfolgen durch die verantwortlichen Fachpersonen des Gruppenangebots. Die Gruppen bestehen nur aus Patienten des gleichen Settings (keine Mischung von stationären mit ambulant/tagesklinischen Patienten). 

  • Ambulante Einzeltherapien

    • Ambulante Einzeltherapien finden unter Einhaltung aller Sicherheitsmassnahmen weiterhin als persönliche Konsultationen statt. Wir prüfen dies besonders strikt bei Patienten, die einer Risikogruppe angehören.
    • Ambulante Einzeltherapien führen wir auf jeden Fall, trotz Pandemie, bei allen Patienten weiter; dies, wenn möglich und machbar auch telefonisch oder per Video-Konferenz. Die Patienten erhalten demnach eine kontinuierliche Behandlung mit Terminplanung.
    • Mit Patienten, die sich wegen akuten Krisen melden, nehmen wir zuerst telefonisch Kontakt auf. Danach werden nach Vereinbarung direkte Konsultationen und Untersuchungen durchgeführt. Bei Patienten aus einer Risikogruppe nehmen wir nur in dringenden Fällen eine ambulante Konsultation vor Ort vor.
  • Therapieangebote für stationäre Patienten

    • Stationsübergreifende gruppentherapeutische Angebote, Ateliers, Arbeitstherapien sind bis auf Weiteres sistiert. Stattdessen bieten wir stationsspezifische Gruppen an. Grund: Eine Durchmischung von Patienten verschiedener Stationen soll zur Reduktion des Ansteckungsrisikos verhindert werden.
    • Die stationsbezogenen Therapieangebote werden fortgeführt und wenn möglich ergänzt – als Kompensation für den Wegfall zentraler Angebote. Solche Angebote können auch ausserhalb der Stationen stattfinden; sie müssen aber auf die Patientengruppe der gleichen Station begrenzt sein.
    • Bei allen Gruppentherapien auf den Stationen ist die Gruppengrösse nicht auf eine bestimmte Zahl von Personen begrenzt. Die Gruppengrösse richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten: Die Gruppe darf so gross sein, wie es der Raum zulässt. Der vorgegebene Hygiene-Abstand (2 m) muss eingehalten werden können. Es dürfen nur Patienten derselben Station an einer Gruppe teilnehmen. 
    • Einzelgespräche werden weiter durchgeführt – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.
    • Für Patienten der Risikogruppen werden die Therapieangebote soweit angepasst, dass ein grösstmöglicher Ansteckungsschutz gegeben ist. Dies betrifft vor allem Patienten der Alterspsychiatrie.
  • Integrierte Tageskliniken und deren Gruppentherapieangebote

    • Zum Schutz der stationären Patienten und zur Reduktion der Mobilität im öffentlichen Raum bleiben diese Angebote auch nach dem 27. April noch geschlossen. Ausnahmen sind mit chefärztlicher Entscheidung unter bestimmten Bedingungen möglich.
    • Patienten, welche die Tagesklinik nicht mehr besuchen, werden mindestens zweimal wöchentlich telefonisch kontaktiert, sofern sie das wünschen.
  • Eigenständige Tageskliniken

    • Die Angebote der Tageskliniken, bei denen Patienten anwesend sind, werden wieder zur Verfügung gestellt. Die Gruppengrösse für Patienten im tagesklinischen Setting ist nicht auf eine bestimmte Anzahl Personen begrenzt. Die Gruppengrösse richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten: Die Gruppe darf so gross sein, wie es die Raumgrösse zulässt. Der vorgegebene Hygiene-Abstand (2 m) wird ständig eingehalten. Der Aufenthalt in der Tagesklinik dauert in der Regel vier Stunden (evtl. Teilgruppen vormittags und nachmittags). Alle Fachpersonen tragen Mundschutz, wenn der Hygiene-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Leitung der Tagesklinik kann festlegen, dass auch die Patienten einen Mundschutz tragen; dieser wird von den Tageskliniken täglich beim Eintreffen zur Verfügung gestellt. Alle Patienten passieren täglich beim Ankommen in der Tagesklinik den Corona-Eintrittscheckpoint. Patienten mit Risikofaktoren und über 60 sind nach sorgfältigem Abwägen von Risiken und Behandlungsbedarf zugelassen. Die Gruppen bestehen nur aus Patienten des gleichen Settings (keine Mischung von stationären mit ambulant/tagesklinischen Patienten).
    • Unter Einhaltung aller Sicherheitsmassnahmen können wie bisher auch persönliche Konsultationen im Einzelsetting stattfinden. Ambulante Einzeltherapien werden, wenn möglich und machbar, auch telefonisch oder per Video-Konferenz durchgeführt. Trotz der Pandemie erhalten die Tagesklinik-Patienten demnach eine kontinuierliche Behandlung mit Terminplanung.
  • Angehörigenberatung

    Unterstützung für Angehörige bietet auch in dieser schwierigen Situation unsere Angehörigenberatung.

    Angehörigenberatung

Patienten und Mitarbeitende - unbedingt beachten!

Hygiene

Die Hygiene- und Verhaltensregeln, die durch das Bundesamt für Gesundheit vorgegeben und laufend angepasst werden, sind auch bei uns zu befolgen:

  • gründlich Hände mit Seife waschen
  • in Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen
  • bei Symptomen (Fieber und Husten) zu Hause bleiben
  • kein Händeschütteln
  • nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation
  • Abstand halten (beim Anstehen, bei Sitzungen, ältere Menschen durch genügend Abstand schützen)
  • Empfehlung: Maske tragen, wenn Abstandhalten nicht möglich ist
  • Falls möglich weiter im Homeoffice arbeiten

 Stand der Informationen: 30.04.2020

Links

Besuchsverbot

Besuchsverbot

Gemäss Weisung des Gesundheitsdepartements des Kantons St.Gallen wird das seit dem 14. März gültige Besuchsverbot in Spitälern und Kliniken bis zum 8. Juni 2020 verlängert.

Das Verbot umfasst auch Besuche in Gemeinschaftsräumen wie Restaurant, Café und Kapelle und gilt für sämtliche Standorte der Psychiatrie St.Gallen Nord.

Die Geschäftsleitung kann für einzelne Patienten oder Bewohner in sachlich begründeten Fällen Ausnahmen genehmigen.

Unterstützung für Angehörige bietet auch in dieser schwierigen Situation unsere Angehörigenberatung.

Angehörigenberatung

Restaurant und Café Living-Museum für externe Besucher geschlossen

Restaurant und Café

Infolge aktueller Weisung des Bundesrats bleiben das Restaurant und das Café Living-Museum vorübergehend für externe Besucher geschlossen.

Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen

Tipps

Häusliche Isolation und Quarantäne sind Ausnahmesituationen, welche die meisten Menschen noch nicht erlebt haben. Diese gesetzten Massnahmen können auf die Psyche einwirken und für Betroffene sehr belastend sein.

Es gibt klare, wissenschaftlich erforschte und bewährte Verhaltensmassnahmen und mentale Strategien, die es ermöglichen, diese Ausnahmesituation zu meistern. Dieses Informationsblatt soll Sie in Ihrer Selbsthilfe unterstützen, die aktuell herausfordernde Zeit gut zu überstehen. Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist anders und soll daher für sich die Empfehlungen übernehmen, die für ihn am besten passen. Enthalten sind:

  • Allgemeine praktische Tipps
  • Massnahmen gegen Ängste und grosse Sorgen
  • Massnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen
  • Massnahmen gegen das Auftreten von Konflikten
  • Massnahmen gegen Langeweile
  • Massnahmen gegen Gewalt

BAG-Information: 10 Schritte für psychische Gesundheit (PDF), 29.4.2020


Psychologische Hilfe in herausfordernden Zeiten (Informationsblatt als PDF)

Weitere Plattform, um sich in der Corona-Krise auszutauschen

inCLOUsiv

inCLOUsiv, die Plattform der Stiftung Pro Mente Sana, um einfach und schnell auf die dringlichsten Fragen reagieren zu können 

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